Glasschirme und Überfanggläser

veröffentlicht am 3. Dezember 2015 in blog von

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Seit den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts ziert die Banker-Lampe nicht nur Banken, sondern auch Bibliotheken, Gerichte und Büros. In den USA im Stil des Art Déco entworfen, zeichnet sich die klassischste aller Schreibtischleuchten durch einen Messingfuß und einen schwenkbaren Glasschirm aus. Der Glasschirm besteht zumeist aus zwei Schichten: farbig außen und weiß innen. Dadurch wird nach außen ein gedämpftes, dezentes Licht abgegeben, während die darunterliegende Lesefläche hell ausgeleuchtet wird.

[/vc_column_text] [vc_column_text title=“Dreischichtiges Überfangglas in der Herstellung“ pb_margin_bottom=“no“ pb_border_bottom=“no“ width=“1/1″ el_position=“first last“]

Die Herstellung eines solchen Lampenschirms ist für den Glasbläser eine echte Herausforderung. Die mundgeblasenen Exemplare werden heute noch fast genauso hergestellt, wie zur Zeit des Jugendstils. Um ein solches mehrschichtiges Überfangglas herstellen zu können, benötigt ein Glasgestalter viel Übung und eine langjährige Berufserfahrung. Die etwa 1.600 °C heiße, weiche Glasmasse wird durch reine Lungenkraft in eine Form ohne Luftausgänge gepresst – ein heikler und kräftezehrender Vorgang. Noch komplizierter ist das Herstellen von dreischichtigem Glas, auch Triplexglas genannt. Hierbei wird die mittlere Schicht aus farbigem Glas außen und innen mit jeweils einer Schicht klaren Glases überzogen. Dadurch kommt nicht nur die Farbe des Lampenschirms besonders gut zur Geltung; auch das Licht wird ausgesprochen angenehm und weich.

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Einen mundgeblasenen Lampenschirm erkennt man übrigens daran, dass sich in seinem inneren kleinste Luftbläschen und Aschereste befinden. Ebenso sind leichte Unregelmäßigkeiten und Unebenheiten ein Zeichen für handgemachte Qualität, die ihren Preis hat. Pressgläser aus industrieller Fertigung stellen eine günstigere Alternative dar. Das erste Pressglas wurde bereits Anfang des 19. Jahrhunderts in den USA in der Nähe von Boston hergestellt. Durch Luftkolben, bzw. Pressluft wird die flüssige Glasmasse in eine Form gedrückt. Diese Formen bestanden zu Anfang aus Holz, wurden jedoch später durch verschleißbeständigeres Metall ersetzt. Als Gebrauchsglas für Jedermann, trat das Material schnell seinen Siegeszug um die Welt an. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Pressglas ein weitverbreiteter Werkstoff, der auch für viele kunsthandwerkliche Gegenstände des Art Décos und Jugendstils Verwendung fand. Heutige Glasmaschinen stellen im Press-Blas- oder Pressverfahren kostengünstig sehr große Mengen her.

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